Resolution der Veranstaltung „Gegen zunehmende Gewalt an Frauen“

vom 23.8.2019 in Gelsenkirchen

Ende Juni wurde eine junge Frau in Gelsenkirchen Opfer eines feigen und geplanten Mordanschlags eines Stalkers. Dieser entsetzliche Vorfall war der Anlass einer Veranstaltung in Gelsenkirchen, die vom Frauenverband Courage Gelsenkirchen und AUF Gelsenkirchen durchgeführt wurde.

Folgende Resolution wurde dort verabschiedet:

Wir zirka 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung in Gelsenkirchen werden Gewalt an Frauen weder hier in Gelsenkirchen, in Deutschland noch auf der ganzen Welt als „normal“ hinnehmen. Keine Frau, kein Mädchen darf mehr Opfer von Gewalttaten werden!

Wir brechen das Schweigen und stehen in einer Reihe mit den Massenbewegungen wie #Metoo oder „Ni una mas – nicht eine mehr“. Für uns hat Gewalt an Frauen System und ist Teil einer gesellschaftlich bedingten besonderen Unterdrückung der Frauen. Ein frauenfeindliches Bild wird über den Sexismus über zahlreiche Kanäle verbreitet. Darum fordern wir auch „Stopp Sexismus!“

In vielen Ländern sind die Regierungen nach rechts gerückt. So wollen sie in Polen oder Brasilien erkämpfte Frauenrechte wie das Recht auf Schwangerschaftsabbruch am liebsten abschaffen.

Wir protestieren gegen Gerichtsurteile, die die Täter verschonen, während die betroffenen Frauen oft unter einem lebenslangen Trauma leiden. So muss ein Taxifahrer in Gelsenkirchen nicht in Haft, weil seine Vergewaltigung einer jungen Frau  eine „spontane Tat“ gewesen sei und er nicht vorbestraft sei.

Gegen diese reaktionäre und besonders frauenfeindlichen Politik und Gerichtsurteile nehmen wir als couragierte Frauen gemeinsam den Kampf  auf.

Das ist der richtige Weg. Wir schauen hin!

Nicht allein, nicht verschämt und versteckt reagieren wir auf Gewalttaten sondern  gemeinsam, offen und organisiert im überparteilichen Frauenverband Courage.

Auf dem 12. Frauenpolitischen Ratschlag vom 1.3.-11.2019 in Erfurt werden wir gemeinsam mit Frauen aus Deutschland und vielen anderen Ländern „Gewalt an Frauen“ zum Thema machen!

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